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„Watu Wote“: Deutscher Kurzfilm für Oscar nominiert


Der Kurzfilm “Watu Wote” spielt in Kenia und
ist für einen Oscar nominiert. Das Thema ist so ernst wie aktuell, basierend
auf einem wahren Vorfall aus dem Jahr 2015, als die muslimischen Insassen eines Busses
bei einer Attacke durch Extremisten der Al-Shabaab-Miliz ihre Mitreisenden christlichen Glaubens schützten. Sie weigerten sich, den Angreifern bei der
Identifizierung der Christen und damit bei deren gezielter Tötung zu helfen. Die Regisseurin Katja Benrath stammt aus Deutschland. Der Film ist auch ihre Abschlussarbeit an
der Hamburg Media School. Auf den Stoff sei sie durch einen Artikel
gestoßen, sagte die 1979 Geborene am Dienstag bei einem Empfang in Beverly Hills. “Es war in dem Moment, wo ich es gelesen habe,
oder ich denke, das gilt für uns alle, so ein Gänsehaut-Moment. Und wir hatten wirklich das Gefühl, dass
diese Geschichte erzählt werden möchte und erzählt werden muss, und gleichzeitig auch
den Wunsch, das zu machen, und gleichzeitig dieses Verantwortungsgefühl, sind wir überhaupt
die richtigen Leute dafür. Deswegen sind wir dann nach Kenia gefahren,
haben sehr viel recherchiert und haben am Ende ganz, ganz tolle Filmemacher gefunden,
um das mit denen gemeinsam auf die Füße zu stellen.” Ganz so groß wird der am Sonntag zu vergebene
Kurzfilm-Oscar dann doch nicht sein, aber das macht ihn für die konkurrierenden Filmschaffenden
wohl nicht weniger erstrebenswert. Tobias Rosen, der als kreativer Produzent
bezeichnet wird, nannte die Nominierung eine riesen Ehre – für alle Beteiligten. “Das war eine Teamarbeit, dieser Film, und
die Leute, die hier beteiligt waren an dem Film, mitzunehmen hierher jetzt auch und bei
der Verleihung dabei zu haben, das ist am Ende eine riesen Wertschätzung für die Arbeit,
die da alle geleistet haben. Und der Oscar öffnet uns Türen. Die Leute hören uns zu, interessieren sich
für die Geschichten, die wir zu erzählen haben, und das ist ein riesen Segen für uns. Und genau das Gleiche ist es hoffentlich auch
für alle anderen Beteiligten, ohne die hätten wir den Film hier nie gemacht.” Der Titel des Films stammt aus dem Suaheli
und bedeutet so viel wie “Wir alle”. Katja Benrath erkennt in dem ihm zugrundeliegenden
Verhalten der Reisenden ein “beispielloses Zeugnis der Menschlichkeit”, das es sich gerade
heute zu verbreiten lohne.

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Comment
  • Al Shabaab es keine Normalen Menschen
    Ich bin somali und ich habe Angst Al shabaab
    (Wir wollen keine Krieg)
    Es ist egal welche Religion bist du
    Muslima oder Christian im Herz du bist Menschen
    Frieden und liebe 🇸🇴❤🇩🇪❤

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